Strickmaschinen – das wahre Vergnügen oder nicht? Teil I

Allgemeine Infos zu Strickmaschinen:

Der größte Vorteil des Maschinenstrickens gegenüber dem Stricken von Hand liegt darin, größere oder aufwendigere Muster schnell und problemfrei entstehen zu lassen, egal ob einem das Stricken liegt oder nicht. Beim Handstricken strickt man immer sofort in der richtigen Schnittform, weil jede weitere Masche die Arbeitszeit verlängert. Doch beim Stricken mit der Maschine kann man die Fertigungsmethode „Cut and Sew“ (übersetzt: „Schneiden und Nähen“) anwenden. Bei dieser Vorgehensweise schneidet man einen gestrickten Stoff und näht diesen wieder zu. Wie genau dieses Prozedere funktioniert, kann man sich bei Bedarf ausführlich auf YouTube angucken.

Strickmaschinen

Dennoch darf man aufgrund der Geschwindigkeit, die die Maschinenarbeit bietet, nicht denken, dass man sich hinsetzt, einen Faden einfädelt und auf Knopfdruck der lange Rock angefertigt wird. Tatsächlich setzt die Arbeit mit der Maschine vor allem Geduld und Übung voraus. Du musst dabei Reihe für Reihe stricken, indem du den sogenannten Strickschlitten hin- und herbewegst. Da das Ganze natürlich schneller als per Hand verläuft, musst du, wenn du dich an einer Schnittmusterform orientierst, trotzdem ab- und zunehmen, Maschen anschlagen und abketten. Wenn du eine Strickmaschine verwendest, kannst du nun auch sehr feines Garn in Gebrauch nehmen. Oder du besitzt einen sogenannten Feinstricker, eine Strickmaschine mit einem Nadelabstand von 4,5 oder 5 mm mit meist 180 bis 200 Nadeln.

Eine gute Strickmaschine sticht perfekte Arbeiten ohne Fehler, und man muss nur den genaueren Ablauf der Garne verfolgen, dass alle Musternadeln abgestrickt werden und dass sie beim Muster- oder Farbwechsel die Muster richtig eingestellt sind. Das Arbeiten mit der Hand unterschiedet sich enorm von dem Arbeiten mit so einer Maschine, jemand der von Hand stricken kann, kann noch lange nicht so schnell und gut mit einer Strickmaschine umgehen – und umgekehrt. Das heißt: Übung macht den Meister.

Welche Strickmaschinen gibt es überhaupt?

Es gibt Einbett- und Doppelbettgeräte, sie haben beide ihre Vor- und Nachteile. Die Einbett- oder auch Flachstrickmaschine strickt glatt rechts und ist nicht so experimentierfreudig. Sie kann das Norwegenmuster, das Fangmuster und das Zopfmuster stricken, jedoch scheiden viele Strickmuster leider aus, da diese Maschine links NICHT stricken kann. Eine Doppelbettstrickmaschine oder auch Rundstrickmaschine genannt, ermöglicht Arbeiten in halbrund oder schlauchförmig.

Weiter geht es hier mit Folge II der Strickmaschinen

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