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Alpaka oder Cashmere-Bettdecken: Welche sind besser?

Von Fiorella Cruz  •   7 Minuten gelesen

Alpaka oder Cashmere-Bettdecken: Welche sind besser?

Alpaka vs. Cashmere-Bettdecken: Wärme, Preis, Pflege

Hast du dir schon einmal Gedanken über den Einfluss deiner Bettdecke auf deine Schlafqualität gemacht? Falls nicht, bist du nicht allein. Viele Menschen verwenden konventionelle Decken und wundern sich dann, dass sie abends nicht in den Schlaf finden oder nachts stark schwitzen. Mit hochwertigen Decken aus Alpaka und Cashmere gehören solche Probleme für dich der Vergangenheit an. Doch welche Merkmale der Decken wirken sich besonders positiv auf deine Schlafqualität aus und welches Material eignet sich im Allgemeinen besser? Das erfährst du in diesem Beitrag. 

Der Reiz von Alpaka- und Cashmere-Wolle
Alpaka und Cashmere-Wolle sind unter anderem wegen ihrer exotischen Aura und ihrer fernen Herkunft für viele Menschen hierzulande äußerst reizvoll. Während Alpaka-Wolle aus den Anden stammt und insbesondere in Peru, Bolivien und Chile gewonnen wird, ist die Heimat von Cashmere hingegen eher in der Mongolei und in China zu verorten. Außerdem wird die Wolle mit traditionellen, jahrhundertealten Verfahren verarbeitet, wodurch die Decken eine höchste Qualitätsstandards erfüllen können.

Sowohl bei Alpaka als auch bei Cashmere handelt es sich um äußerst feine Fasern. So weist Baby Alpaka beispielsweise eine Faserstärke von 19-21,5 Mikrometer auf, wohingegen die Feinfasern von Cashmere mit 14-19 Mikrometer eine besonders edle Haptik bieten. Wenn dir zusätzlich zur Weichheit des Materials eine hohe Robustheit und Langlebigkeit wichtig sind, solltest du hingegen auf Alpaka setzen, da Cashmere als deutlich empfindlicher gilt und besonders behutsame Pflege benötigt.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Menge an Material. Alpakas liefern etwa 3 kg Wolle pro Jahr, während es bei einer Kaschmirziege lediglich 150 g pro Jahr sind. Dementsprechend genügend viel weniger Alpakas, um erheblich mehr Wolle zu gewinnen, was Cashmere seltener macht, was sich selbstverständlich auf den Preis auswirkt. Grundsätzlich gelten jedoch beide Wollarten als „Luxusfasern“, die schon seit vielen Jahrhunderten für hohen Komfort und einen gemütlichen Schlaf stehen.

Weitere Argumente für Cashmere und Alpaka:

Cashmere:

  • ausgesprochen weich
  • hoher Prestige-Faktor
  • glänzende, edle Optik
  • lässt sich fein verarbeiten
  • atmungsaktiv und hautfreundlich
  • leicht wasserabweisend
  • nur in begrenzten Mengen verfügbar

Alpaka:

  • enthält kein Lanolin und ist hypoallergen
  • äußerst strapazierfähig und langlebig
  • große natürliche Farbpalette
  • weniger anfällig für Pilling
  • widerstandsfähig gegen Schmutz und Gerüche
  • weniger häufiges Waschen nötig
  • kaum elektrostatisch

Die Wärmeleistung der Decken
Alpakas Leben in den Anden, wo die Temperaturen im Laufe eines Jahres zwischen -20° C und plus 20° C schwanken. Im Übertragenen Sinne hat sich die Anpassungsfähigkeit an diese großen Temperaturunterschiede in ihre Fasern eingebrannt – schließlich wirkt Alpaka-Wolle temperaturausgleichend. Das bedeutet, dass sie im Winter wärmt und im Sommer kühlt. Grund hierfür ist die Hohlstruktur der Fasern. Durch diese ist Alpaka-Wolle in der Lage, Luft und Wärme ausgezeichnet zu speichern.

Anders sieht es bei Cashmere aus. Diese Wolle besteht aus sehr dichten Fasern, die in der Lage sind, Wärme einzuschließen und zu speichern. Decken aus diesem Material wirken somit vorwiegend als Wärmespender und leisten vor allem im Winter hervorragende Dienste. In eine solche Decke kuschelst du dich gemütlich ein und musst die Heizung noch nicht einmal sonderlich stark aufdrehen.

Im direkten Vergleich lässt sich feststellen, dass sich Alpaka-Decken hervorragend als Ganzjahresdecken eignen. Du kannst sie mühelos im Winter und Sommer einsetzen und hast stets die Temperatur, die du für einen angenehmen Schlaf benötigst. Cashmere ist hingegen eher für frostige Nächte und Winterliebhaber geeignet, führt aufgrund der hohen Wärmeleistung im Sommer jedoch dazu, dass du schnell schwitzt.

 

Unterschiede im Preis
Weil Cashmere am Weltmarkt nur in geringer Menge vorhanden ist, werden dafür vergleichsweise hohe Preise aufgerufen. 300 € pro Kilogramm sind in diesem Kontext keine Seltenheit, wobei ganze Bettdecken schon mal mit 1000 € und mehr zu Buche schlagen können. Die Kombination aus geringer Ausbeute und hoher Nachfrage führt somit zu überaus kostenintensiven Produkten.

Alpaka-Wolle ist hingegen deutlich preiswerter. So ist Rohwolle bereits ab 40 € bis 80 € pro Kilogramm zu haben. Dementsprechend sind Bettdecken schon ab 200 € bis 400 € erhältlich, wobei der Preis stark von der Faserfeinheit abhängt. Royal Alpaka ist beispielsweise günstiger zu haben als Baby Alpaka oder Superfein Alpaka. Hinzu kommt, dass Alpaka-Wolle ausgesprochen nachhaltig produziert wird, womit die natürlichen Rohstoffe und Ressourcen geschont werden.

Beide Wollarten unterscheiden sich deutlich von Billigprodukten am Markt, denn diese bestehen häufig aus minderwertigen Mischfasern oder werden gar synthetisch hergestellt. Außerdem erfolgt die Verarbeitung oft maschinell, was zu einer geringeren Qualität, Reißfestigkeit und Langlebigkeit führt. Wenn dir Wertigkeit am Herzen liegt und du deine Decken langfristig einsetzen möchtest, ist der höhere Preis von Cashmere und Alpaka absolut gerechtfertigt.

Pflegeeigenschaften berücksichtigen
Eine große Stärke in Bezug auf die Pflege von Alpaka-Bettdecken ist erneut die Faserstruktur. Diese ist in gewissen Grenzen selbstreinigend und nimmt kaum Gerüche an. Häufig genügt es, wenn du die Decken auslüftest, um sie dann wieder einsetzen zu können. Decken aus Alpaka-Wolle müssen seltener gewaschen werden, was dir einerseits Aufwand erspart und andererseits auch als ökologischer Vorteil angesehen werden kann. Prinzipiell ist eine punktuelle Fleckenreinigung bei Alpaka-Decken kein Problem, da sie robuster sind und weniger zu Pilling neigen. Trotz dieser positiven Eigenschaften ist es ratsam, eine professionelle Reinigung in Anspruch zu nehmen, die sich mit den Besonderheiten der Fasern auskennt, da derartige Decken beispielsweise nicht mit heißem Wasser behandelt werden sollten.

Cashmere bringt deutlich andere Pflegeeigenschaften mit sich als Alpaka-Wolle. Das Material zeigt sich sehr empfindlich und kann ausschließlich per Handwäsche oder mit einer Spezialreinigung gesäubert werden. Zudem besteht eine höhere Gefahr von Pilling, was sich auf die Optik und den Komfort des Materials auswirkt. Decken aus Cashmere müssen darüber hinaus deutlich häufiger gereinigt werden, da der Stoff Gerüche eher speichert und daher schneller unangenehm riecht.

Weitere Unterschiede in der Pflege:

Cashmere:

  • nur ph-neutrales Wollwaschmittel ohne Enzyme verwenden
  • starkes Reiben und Auswringen unbedingt vermeiden
  • immer flach trocknen, da sich das Material sonst verzieht
  • kein Trockner und keine direkte Sonneneinstrahlung
  • Bügeln nur auf niedrigster Stufe

Alpaka:

  • bei 30° C oder niedriger waschen
  • mildes Wollwaschmittel genügt
  • faltenbeständiger, sodass es weniger gebügelt werden muss
  • weniger anfällig für Motten als Cashmere
  • verzeiht kleine Pflegefehler besser

Nachhaltigkeit und Gesundheit
In den Bereichen Nachhaltigkeit und Gesundheit hat ganz klar die Alpaka-Wolle die Nase vorn. Im Rahmen der schonenden Haltung der Tiere werden keine Wurzeln zerstört und die Böden kaum belastet. Zudem kommen Alpakas mit vergleichsweise wenig Wasser aus, was ebenfalls viele Ressourcen einspart. Die verwendeten Fasern sind obendrein biologisch abbaubar und verursachen somit keine schädlichen Abfälle. Dank der hypoallergenen Eigenschaften kommt es außerdem zu keinen Hautreizungen bei den Nutzern.

Cashmere-Wolle verursacht hingegen durchaus verschiedene Umweltprobleme. So sind Überweidungen in der Mongolei und in China keine Seltenheit. Die Folge sind Bodenerosion und Wüstenbildung. Außerdem ist Cashmere überaus ressourcenintensiv, da viele Ziegen benötigt werden, um eine adäquate Ausbeute an Wolle zu erzielen. Hierdurch kommt es immer wieder zur Massenzucht, was dem allgemeinen Tierwohl entgegensteht.

Zielgruppen der Decken
Alpaka-Wolle und Cashmere richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. So wird Alpaka vor allem von Allergikern geschätzt, da das Material lanolinfrei und hypoallergen ist. Durch seine vielen ökologischen Vorteile entscheiden sich zudem nachhaltigkeitsbewusste Menschen für dieses edle Material. Außerdem eignet sich Alpaka-Wolle hervorragend für alle, die ihre Decken ganzjährig einsetzen wollen. Nicht zuletzt empfiehlt es sich für alle, die sich Luxus gönnen, hierbei aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen möchten.

Cashmere ist hingegen das Material der Wahl, wenn es dir um Exklusivität und Weichheit geht. Luxusliebhaber greifen aufgrund der Seltenheit und des ausgezeichneten Komforts auf dieses Material zurück. Gerade im Winter hat sich auch Cashmere als gute Wahl erwiesen, da die Wolle eine hohe Wärmeleistung erzielt. Im Sommer wird im Unterschied zu Alpaka jedoch keine Kühlung erreicht. Du solltest dir beim Kauf von Cashmere zudem unbedingt über den hohen Pflegeaufwand im Klaren sein.

Decken für Freunde von Qualität
Zusammenfassend lässt sich konstatieren - sowohl Cashmere als auch Alpaka stehen für einen luxuriösen Schlafkomfort, der deine Schlafqualität hervorragend unterstützt. Beide Materialien sind angenehm weich und luxuriös - in Sachen Nachhaltigkeit und Langlebigkeit ist Alpaka jedoch in vielen Bereichen einfach überzeugender. Aufgrund des hohen Preises sind beide Materialien Investitionen in einen gewissen Luxus. Da vor allem Alpaka-Decken jedoch sehr lange halten, musst du seltener neue Produkte kaufen - eine Investition also, die sich auf lange Sicht auszahlt.

FAQ

1. Ist Alpaka-Wolle oder Cashmere langlebiger?
Alpaka ist deutlich robuster als Cashmere. Die Fasern sind formstabil, was der Qualität und dem Look deiner Kleidungsstücke zugutekommt. Bei Alpaka-Wolle kommt es zudem seltener zum sogenannten Pilling, also zur Knötchenbildung, und die hochwertige Verarbeitung sorgt überdies für eine exzellente Langlebigkeit. Cashmere ist deutlich zarter und benötigt daher eine erheblich sanftere und häufigere Pflege. Alpaka eignet sich im Allgemeinen ideal für Kleidungsstücke, die regelmäßig getragen werden und dennoch lange ihre Form behalten sollen. Gleichzeitig bietet die Faser einen hohen Tragekomfort, da sie wärmt, ohne zu beschweren.

2. Sind die Decken hypoallergen?
Beide Deckenarten sind qualitativ hochwertig und schmiegen sich sanft und schonend an die Haut an, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Zusammensetzung. Hochwertige Alpaka-Decken enthalten kein Lanolin und können somit bedenkenlos von Allergikern genutzt werden. Cashmere-Decken hingegen beinhalten diesen Stoff in geringer Konzentration, sodass sie bei besonders empfindlicher Haut zu Problemen wie Reizungen führen können. Zudem punkten Alpaka-Decken durch ihre natürliche Temperaturregulierung, die sowohl im Winter wärmt als auch im Sommer angenehm kühlt. Cashmere-Decken hingegen bieten ein besonders luxuriöses Gefühl, erfordern jedoch eine etwas aufwendigere Pflege, um ihre Geschmeidigkeit zu bewahren.

3. Sind Alpaka-Decken auch im Sommer geeignet?
Unbedingt! Alpaka-Decken bieten eine temperaturausgleichende Faserstruktur. Das bedeutet, dass sie dich im Winter wunderbar warmhalten und im Sommer einen kühlenden Effekt erzielen. Cashmere bietet im Winter ebenfalls angenehme Wärmeeffekte, die im Sommer allerdings leicht zu einer Überhitzung führen können. Möchtest du deine Decken ganzjährig einsetzen, ist Alpaka für dich in jedem Fall die richtige Wahl. Darüber hinaus überzeugt Alpaka durch seine besonders hohe Atmungsaktivität, die ein stets angenehmes Schlafklima ermöglicht. Diese Vielseitigkeit macht Alpaka-Decken zu einer idealen Investition für jede Jahreszeit.

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